Psychologische Beratung - Therapie - Supervision - Coaching
Psychoanalyse nach Freud
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Themen- und Problemkreise
Identitäts- und Lebenskrisen
Selbstwertprobleme, Hemmungen
Leistungs- und Berufsschwierigkeiten
Kontaktschwierigkeiten
Beziehungsprobleme
Mobbing
Depressive Verstimmungen
Ablöseprozesse, Trauerarbeit
Aengste
Sucht- und Essprobleme
Posttraumatische Belastungsstörungen
Vergewaltigung und sexueller Missbrauch in Abhängigkeitsbeziehungen
Erziehungsprobleme
psychische Traumata, Ängste, innere Leere, Depressivität
Beziehungskrisen, Eheprobleme, Erziehungsschwierigkeiten
Stress, Überarbeitung, Überforderung oder Unterforderung im Beruf
Selbstentdeckendes Schreiben, Schreib-Therapie
psychisch gestörte Angehörige, Kollegen, Vorgesetzte, Nachbarn
berufliche Krisen, Mobbing, Karriere-Entscheidungen, Coaching
Vorbereitung schwieriger Entscheidungen, Planung neuer Projekte
Förderung der Selbstbehauptung und Autonomie, geistige Freiheit
Motivation, Steigerung der psychischen Energie, mentales Training
Bewusstseinskontrolle, Manipulation
Förderung der Intelligenz und Kreativität
Entwicklung der Persönlichkeit, geistiges Wachstum, Spiritualität
Persönlichkeitsdiagnosen
Vom Konkordat der Schweizerischen Krankenkassen Santé Suisse www.santesuisse.ch anerkannter nicht-ärztlicher Psychotherapeut.
Markus Frauchiger, Psychologische Beratung und Psychotherapie, Bern, Integrative Therapie
Integrative Therapie Online - Alles zu Prof. Hilarion Petzold und Psychotherapie
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Gestalttherapie Online
Psychotherapeut, Psychologischer Berater, Coach, Supervisor: Markus Frauchiger, 3012 Bern
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Psychologische Beratung
Sie benötigen keine länger dauernde Therapie, würden aber gerne mit einer aussenstehenden Fachperson sich über eine belastende Situation unterhalten oder einfach eine professionelle externe Meinung einholen.
Mit dem Ziel einer Standortbestimmung, werden die Problemthemen besprochen und die bereits unternommenen Lösungsbemühungen gemeinsam beurteilt. Ebenso können wir gemeinsam nach Möglichkeiten neuer Lösungen suchen.
Die psychologische Beratung hilft Klarheit in einer schwierigen persönlichen oder beruflichen Situation zu verschaffen, neue Orientierung zu geben und stärkt die eigenen Ressourcen.
Daneben liegt in der Beratung die Chance, sich selber besser kennen zu lernen, Konflikte aufzuarbeiten und mit sich und der Umwelt auf eine andere Art umzugehen.
PSYCHOANALYSE
Sigmund FREUD
hat die Psychoanalyse als die dritte grosse Zumutung für das menschliche Selbstbewusstsein angesehen: durch
Darwin in der Frage der Abstammung
, durch
Kopernikus in der Frage nach der Stellung im All
desillusioniert, wurden
durch die Entdeckung des Unbewussten das menschliche Bewusstsein und die Souveränität des Ichs entthront
.
Die Psychoanalyse reiht sich ein in die großen Denkansätze des 20. Jahrhunderts, die die jenseits der eigenen menschlichen Intention liegenden Bedingungen und Ordnungen des menschlichen Lebens herausarbeiten, seien es nun die vorsubjektiven Strukturen im
Strukturalismus
, die vor aller Reflexion liegenden Weisen des In-der-Welt-seins in der
Existenzialphilosophie
, die gesellschaftlichen Diskurse, die sich in das Denken des Individuums einschreiben, in der
Diskursanalyse
, oder den
Vorrang des Gesprächs vor dem individuellen Denken in der Hermeneutik
.
Die Psychoanalyse untersucht
unbewusste Motivationen
, wie sie sich je eigenwillig zusammensetzen aus den natürlichen Anlagen, insbesondere der Triebnatur, den Unverfügbarkeiten frühester Lebenserfahrungen und den auf beide antwortenden Phantasiebildungen.
Persönliche Vorbemerkungen:
Sozialisiert durch die harte, sprich: nur durch Zahlen erhärtete Fakten anerkennende, Schule des leider früh verstorbenen "Star-Psychologen"
Prof. Klaus Grawe
hat es einige Jahre gedauert bis ich mich über Umwege (Gestalttherapie, Integrative Therapie) wieder meinen eigenen psychologischen Wurzeln zuzuwenden vermochte: Die Psychoanalyse nach Sigmund Freud und seinen Nachfolgern.
Ich habe selber im Rahmen der für angehende Psychotherapeuten gesetzlich vorgeschriebenen
Selbsterfahrung
einige Therapieverfahren an eigener Haut erfahren dürfen. Die
psychoanalytische Psychotherapie
hat mir mit Abstand am meisten gebracht; sowohl an Einsichten als auch an konkreten Hilfen für den Alltag. Ich finde es sehr zynisch, wenn z.B. VerhaltenstherapeutInnen zwar selber zu einem Psychoanalytiker sowohl in Eigentherapie als auch in Supervision gehen und dieses Verfahren dann nicht ihren KlientInnen zukommen lassen sondern nur eine Art von kurzer und oberflächlicher Psycho-Technologie. Hier herrscht eine ungute und skandal&oum;se Zweiklassen-Psychotherapie: Psychoanalyse für Intellektuelle der Oberschicht einerseits und Verhaltenstherapie kombiniert mit Medikamenten für die weniger Privilegierten.
Neuro-Psychoanalyse:
Es ist klar, dass ein mehr als hundert Jahre altes Behandlungsverfahren der heutigen Zeit angepasst werden muss. Insbesondere die Nachweise der Wirksamkeit sind heute viel besser möglich als noch vor zehn Jahren und erst recht als zu Freuds Zeiten wo v.a. wegen mangelnder technischen Möglichkeiten noch keine (natur-)wissenschaftliche Ueberprüfung seiner genialen Konzepte möglich war.
Heute sind mit den bildgebenden Verfahren MRI, PET etc. moderne Möglichkeiten vorhanden, der Psychoanalyse ein biologisches Fundament zu verleihen. Dieses Fundament muss heutzutage biologisch sein, weil die Leitwissenschaft nicht mehr die Philosophie ist wie zu Freuds Zeiten, sondern die Hirnforschung (Neurologie) und damit die Naturwissenschaften anstelle der Geisteswissenschaften früher. Mir persönlich und auch den meisten meiner tefenpsychologisch fundiert arbeitenden KollegInnen ist aber eine
Integration beider Herangehensweisen
wichtig, weil es nach wie vor Bereiche gibt, die sich einer objektivierbaren Naturwissenschaft entziehen, vgl. auch meinen eigenen Aufsatz zur Metatheorie (Frauchiger 1998).
Ein Zitat eines führenden Forschers dazu: "Hilfreich und überzeugend kommt immer mehr hinzu, dass Freuds Konzepte z.B. des Unbewussten, der Verdrängung, der Übertragung, des Widerstandes etc., neuerdings von unvermuteter Seite bestätigt werden: von der Neurologie und Neuropsychologie!".
Lange Zeit ließ sich das Theoriegebäude von Freud experimentell nicht stützen. Nun aber bestätigen neue Untersuchungen der Hirnforschung viele seiner umstrittenen Thesen über das Unbewusste. Deshalb wollen in Zukunft Neurowissenschaftler und Psychoanalytiker die letzten Rätsel der Psyche gemeinsam entschlüsseln.
Führender Kopf hinter diesen Integrationsbemühungen ist Prof. Mark Solms.
Seine Bewunderung für Freud geht über die der meisten anderen Psychoanalytiker hinaus, wie er selbst meint. Zwar stimme er keineswegs in allen Punkten mit dem Altmeister überein, betont er: "Aber ich bin überzeugt, dass es sich lohnt, Freuds großes Ziel weiterzuführen, nämlich das Seelenleben in die Naturwissenschaften zu integrieren".
Auch geht es ihm und seinen Kollegen keineswegs darum, zu beweisen, dass Freud Recht hatte. Vielmehr: "Freud hat versucht, eine Sprache und eine Methode für die Wissenschaft vom Innenleben zu finden. Er hat eine Art Basis-Topografie der Seele und ihrer grundlegenden Bestandteile geschaffen. Und wir bringen nun diese Arbeit zu Ende".
Auch Kritik an der Psychoanalyse, d.h. an den Fehlentwicklungen nach Freuds Tod 1939: Leider ist vieles vom aufrührerischen Geist, der Kulturtheorie, der Religionstheorie und vielen anderen unkonventionellen und mutigen Anätzen Freuds verloren gegangen im Versuch, die Psychoanalyse in den Mainstream des vom Behaviorismus und den Kognitionswissenschaften beherrschten "offiziellen" Kanons der von Kassen bezahlten Behandlungsmethoden zur¨ckzukehren. Diesen verlorengegangenen kritischen und nie mehrheitsfähigen Geist versuche ich (mit vielen anderen zusammen) wiederaufleben zu lassen in meiner täglichen psychotherapeutischen Praxis und auch mit Texten wie diesem.
Mein psychotherapeutisches Angebot richtet sich an Menschen mit Fragen oder Problemen in folgenden Bereichen:
Paarkonflikt, Eheprobleme, familiäre Konflikte, Beziehungsfragen
Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD)
Depression, manisch-depressive Störung, bipolar
Schizophrenie, Psychose
Suchtproblem: Alkohol, Drogen, Medikamente
Angst: Sozialphobie, Agoraphobie, Klaustrophobie etc.
Zwang: Waschzwänge, Kontrollzwang, Zwangsgedanken etc.
Berufliche Fragen, Umbruchsituation, Burnout
Sinnkrise, Selbstzweifel, Suizidgedanken
Selbstwertprobleme, Selbstunsicherheit, Minderwertigkeitsgefühle
Essstörungen: Bulimie, Anorexie, Übergewicht
Sexuelle Störung: Impotenz, Anorgasmie etc.
Chronische Schmerzen
Emotionale Instabilität, Borderline Syndrom
zur persönlichen Homepage von M. Frauchiger, Psychotherapeut in Bern
online: http://www.psychologische-beratung-bern.ch/IT-Einf.htm
) handelt es sich um eine Zusammenschau (Integration) v.a. der
humanistischen Therapieformen
Gestalttherapie und Psychodrama sowie der Aktiven Psychoanalyse von Ferenczi (es gibt noch viel mehr Einflüsse; auf der konzeptuell-theoretischen Ebene sind es die wesentlichen).
Da zur IT eine gut lesbare Kurzbeschreibung vom Begründer selbst vorliegt, gebe ich diese im folgenden leicht gekürzt und überarbeitet (Literaturangaben und Hervorhebungen) wider (aus:
Petzold/Sieper (1993). Integration und Kreation
, S. 17-23.):
Psychotherapie bei Erwachsenen
Sie befinden sich in einer schwierigen persönlichen, beruflichen oder zwischenmenschlichen Situation, welche Sie belastet und suchen Unterstützung bei deren Bewältigung.
In der Psychotherapie suchen wir gemeinsam nach Lösungen, welche einen Veränderungsprozess in Gang setzen können und den Umgang mit der belastenden Situation erleichtert.
Mögliche Therapie-Themen:
- Bewältigung kritischer Lebensphasen / Lebensereignisse
- Depression, depressive Verstimmung
- Verlust, Trauer
- Ängste und Zwänge
- Essstörungen (Magersucht, Bulimie)
- Sexualität
- Selbstwertprobleme
- Beziehungsprobleme privat, im Beruf (Konfliktumgang, Trennungsbegleitung)
- Psychosomatische Beschwerden / Krankheitsbewältigung
- Burn-out, Erschöpfungszustände
- Mobbing
- Selbstverletzungen
- Gewalterfahrungen
8 Thesen über Psychotherapie:
1. Psychotherapie ist eine zeitgemässe Methode, sich auf einer professionellen Ebene mit gesundheitlichen Schwierigkeiten auseinanderzusetzen. Nimmt jemand eine Psychotherapie in Anspruch, ist dies kein Grund zur Scham, sondern zeugt im Gegenteil von einem positiven Ideal: nämlich bewusst zu leben und Probleme anzupacken statt sie zu vermeiden.
2. Die Effektivität von Psychotherapie ist durch unzählige aufwändige Studien hervorragend dokumentiert (siehe z.B. die Metaanalysen von Klaus Grawe).
3. Psychotherapie hilft im Gesundheitswesen Kosten sparen, weil sie die Probleme angeht, bevor sich diese in psychosomatischen und somatischen Störungen niederschlagen; Psychotherapie wirkt präventiv.
4. Ambulante Psychotherapie hilft Kosten sparen, indem sie in vielen Fällen teure und stigmatisierende stationäre Behandlungen überflüssig macht.
5. Psychotherapie hilft Menschen im Arbeitprozess zu bleiben und leistet deshalb einen volkswirtschaftlichen Beitrag.
6. Psychotherapie verlangt von der behandelnden Fachperson ein breites, störungsspezifisches Wissen, über das Laien nicht verfügen. Beispielsweise muss die Fachperson wissen, welche Beschwerden psychotischen Erkrankungen vorangehen, um solche verhindern zu können. Oder: sie muss wissen, welche Faktoren ein Suizidrisiko bilden. Oder: sie muss eine Reihe effizienter Methoden kennen, wie erlittene Traumen zu bewältigen sind. Psychotherapie gehört deshalb in die Hand von gut ausgebildeten Fachpersonen.
7. Psychotherapie wirkt nachhaltiger als Pharmakotherapie. Gemäss neueren seriösen Überblicksarbeiten (Arbeitsgruppe um Irving Kirsch) wirken manche Psychopharmaka wie die Selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) leider kaum stärker als Placebo; hingegen können SSRI bedenkliche Nebenwirkungen entfalten.
8. Psychotherapie durch psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit anerkannter Fachausbildung gehört in die Grundversicherung, damit der Zweiklassenmedizin Einhalt geboten wird. Psychologische und ärztliche Psychotherapie sollten von den Krankenkassen gleichberechtigt behandelt werden, weil die jeweiligen Ausbildungen ebenbürtig sind.
Ein wissenschaftlich begründetes, rational nachvollziehbares und transparentes therapeutisches Vorgehen mit Spiritualität zu verbinden.
Anlässe für psychologische Beratung und Psychotherapie
• Lebenskrisen und Selbstwertprobleme
• Beziehungsprobleme und Sexualität
• Essstörungen
• Erschöpfungszustände und Burnout
• Verlust, Trauer und Depression
• Ängste und Phobien
• Traumatische Erlebnisse und sexuelle Gewalt
• Krankheitsverarbeitung und Umgang mit chronischer Krankheit
• Psychosomatik und Schmerz
• Selbsterfahrung und vertiefte Auseinandersetzungen mit persönlich bedeutsamen Fragen
• Therapie von Straftätern bzw. Straftäterinnen im Rahmen gerichtlicher Massnahmen
Anlässe für Paarberatung und Paartherapie
• Das Gefühl, dass sie einander fremd geworden sind
• Häufige Auseinandersetzungen und Konflikte
• Probleme in der Sexualität und im Umgang mit Nähe und Körperlichkeit
• Aussenbeziehungen und Vertrauensmissbrauch
• Alte Verletzungen und Wunden, welche die Paarbeziehung beeinträchtigen
• Unzufriedenheit mit der Rollenaufteilung in der Beziehung
• Probleme mit den Herkunftsfamilien
• Körperliche, psychische und sexuelle Gewalt in der Beziehung
2.2.2.2 Frank: Die vier allgemeinen Elemente von Psychotherapie
Auch Jerome D. Frank beschreibt universelle Wirkfaktoren. Sein Blickwinkel ist noch weiter als bei Rogers, weil jegliches "Heilen" gemeint ist, also auch medizinische, exotische und andere Verfahren.
Weil er ein bedeutender Pionier auf diesem Gebiet ist, zitiere ich hier eine längere Passage aus seinem bereits 1961 (deutsch 1981) erschienen Buch "Die Heiler" (Seiten 444-451):
"Allgemeine Elemente von Psychotherapie
(aus Kapitel 12: Perspektiven): (...) Kehren wir nun zu unserem Hauptanliegen zurück, nämlich die gemeinsamen Elemente von Psychotherapien in allen Gesellschaften und Kulturen herauszuarbeiten, so wie sie in unserer bisherigen Darstellung hervorgetreten sind. Wenn wir uns diesem Thema nähern, dürfen wir nicht vergessen, daß
Demoralisierung
, die gemeinsame Eigenschaft aller Beschwerden, die Psychotherapie zu heilen versucht, alle Aspekte des persönlichen Lebens umgreift. Obwohl bei den verschiedenen Arten von Leiden, mit denen wir uns beschäftigt haben, der Ort der wichtigsten Störung recht verschieden sein kann, sind doch
biologische, psychologische und soziale Komponenten
immer in gewissem Masse mitbeteiligt. Gelungene Psychotherapie beeinflusst daher immer alle drei, welches auch im einzelnen die Hauptzielrichtung sein mag. Vier gemeinsame Eigenschaften aller Psychotherapien sind unterscheidbar:
1) Die erste ist eine
bestimmte Art Beziehung
zwischen dem Patienten, und dem Helfer, manchmal im Rahmen einer Gruppe. Das wesentliche Bestandselement dieser Beziehung ist, daß der Patient auf die
Kompetenz des Therapeuten
und auf seinen Wunsch, ihm zu helfen,
vertraut
. Das heißt der Patient muß glauben, daß der Therapeut an seinem Wohl aufrichtig Anteil nimmt. (...) Der Eindruck des Patienten, von jemand, den er achtet, verstanden und anerkannt zu werden, ist ein starkes Gegengift gegen seine Gefühle der
Entfremdung
und ein mächtiger
Auftrieb für seine Moral
. (...)
2) Eine zweite gemeinsame Eigenschaft aller Psychotherapien ist die
gesellschaftliche Auszeichnung ihrer Behandlungsorte als Stätten der Heilung
. Schon die Rahmensituation selbst weckt so im Patienten eine Hilfserwartung. Außerdem bietet sie zeitweilig
Zuflucht
vor den Anforderungen und Ablenkungen des Alltags. Im Wertsystem der jeweiligen Gesellschaft genießt sie Achtung. So werden in vorindustriellen Gesellschaften die Heilrituale meist in sakralen Gebäuden oder Tempeln vollzogen. Wenn die Behandlung im Haus des Leidenden geschieht, wird dieses durch Reinigungsriten in einen geweihten Ort verwandelt. Auch manche Zentren für Persönlichkeitserweiterung, eine neue Erscheinung auf der amerikanischen Szene, haben eine Atmosphäre, in der religlöse Obertöne mitschwingen. In der industriealisierten Gesellschaft wird die Therapie typischerweise im Sprechzimmer des Therapeuten durchgeführt, sei es in einer Privatpraxis, einem Krankenhaus oder der Beratungsstelle einer Universität - jedenfalls an einem Ort mit der
Aura der wissenschaftlichen Heilkunst
. (...)
3) Drittens beruhen alle Psychotherapien auf einer
Behandlungstheorie oder einem Mythos
, der eine Erklärung von Krankheit und Gesundheit, Abweichung und Normalität einschließt. Wenn der Grundgedanke der Kampf gegen die Demoralisierung des Patienten ist, so muß natürlich eine
optimistische Philosophie der Menschennatur
dahinterstehen. (...) Im Rahmen einer allgemeinen, oft nicht genau artikulierten Lebensphilosophie, erklärt das Behandlungskonzept jeder psychotherapeutischen Schule dem Patienten die
Ursache seines Leidens
, nennt ihm die für ihn
erstrebenswerte Ziele
und
verordnet Massnahmen
, wie er sie erreichen kann. (...)
Das anstössige Wort "Mythos" haben wir gebraucht, um zu betonen, daß die Begründungen vieler westlicher Psychotherapien, obzwar sie keine übernatürlichen Kräfte anrufen, den Mythen der primitiven Therapien doch darin gleichen, daß sie durch therapeutische Mißerfolge nicht zu erschnttern sind. Das heißt, sie können nicht widerlegt werden. Die Unfehlbarkeit des Behandlungskonzepts schützt die Selbstachtung des Therapeuten und stärkt damit zugleich seine Vertrauenswürdigkeit für den Patienten. (...)
Schließlich erlaubt die Behandlungstheorie dem Patienten, seinen
Symptomen einen Sinn zu geben
. Solange sie ihm unerklärlich sind, erscheinen sie um so bedrohlicher; wenn er ihnen aber Namen geben und den Bogen eines
Erklärungsschemas
über sie hinspannen kann, so ist das an und für sich schon eine große Beruhigung. Der erste Schritt zur Beherrschung eines Phänomens ist, ihm
einen Namen zu geben
.
4) Ein viertes Element aller Formen von Psychotherapie ist die
Aktivität oder das Verfahren, das die Theorie verordnet
. In manchen Therapien wird der Leidende in seinen Aktivitäten genau angeleitet, in anderen wird ihm selbst Initiative abverlangt; bestimmte Merkmale aber sind allen Verfahren gemeinsam. Das Verfahren ist das Mittel, den Leidenden dahin zu bringen, daß er seine Fehler einsieht und korrigiert, womit er Linderung erlangt. Zugleich erlaubt es dem Patienten, auf eine
Weise, bei der sein Gesicht gewahrt bleibt
, seine Symptome aufzugeben, sobald er dazu bereit ist. Es verlangt dem Patienten irgendeine
Anstrengung oder Opfer
ab, von der Kooperation bei der Hypnose bis zum Ertragen wiederholter Elektroschocks". (...)
Jerome D. Frank war einer der ersten, die erkannten:
"Das Entscheidende ist, daß die therapeutische Wirksamkeit der Theorien und Techniken nicht notwendig in ihren spezifischen Inhalten liegt, die verschieden sind, sondern in ihren
Funktionen, die gleich sind
. Therapeutische Beziehung, Rahmensituation, Theorie und Verfahren beeinflussen zusammenwirkend den Patienten auf fünf Weisen, die ineinandergreifen und von denen jede als notwendig erscheint, um Einstellungswandel und therapeutische Fortschritte zu erzielen". (Hervorhebungen und Strukturierungen M.F.)
Diese "fünf Weisen" sind (Zusammenfassung M.F.):
-
neue Lernchancen
: Klarheit über die Ursachen, Modelle für Alternativformen der Problemlösung, Erfahrungslernen aus Widersprüchen zwischen Hypothesen und Gegebenheiten, was einen Aenderungsdruck durch Dissonanz erzeugt.
-
Hoffnung auf Besserung
: der Glaube des Patienten an den Therapeuten
-
Gewährung von Erfolgserlebnissen
: Bewusstsein der Lebenstüchtigkeit, aktive Beteiligung (interner "locus of control" sensu Rotter bzw. "self-efficacy" sensu Bandura)
-
demoralisierende Entfremdung überwinden
: gemeinsames theoretisches Schema, Anteilnahme des Therapeuten
-
emotionale Erregung
: Voraussetzung aller Einstellungs- und Verhaltensänderungen, erreicht durch Konfrontation und Erfolgserlebnisse
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Diese Homepage soll dazu dienen, mich, meine Interessen und meine Arbeitsbereiche vorzustellen.
Beruflich Tätig bin ich als Psychologischer Berater, Coach und als Supervisor in einer Praxis zusammen mit Dr.med. Niklaus Gaschen in Bern und als DJ mit einem sehr abwechlungsreichen und flexiblen Musikprogramm an diversen Orten wo es etwas zu feiern gibt und Menschen zu guter Musik sich und anderen begegnen wollen.
Privat hatte ich
2006
das grosse Glück im selben Jahr sowohl
heiraten wie auch die Geburt meines Kindes
erleben zu dürfen. Mit meiner
Frau Theres und meinem Sohn Rafael
wohne ich in der Agglomeration von Bern.
Im weiteren geht es mir darum "meine"
Musik
,
Filme
und
Bücher
, sowie verschiedene mir wichtige Projekte, Texte und Links vorzustellen.
Konzeptuelle Grundlage und Arbeitsphilosophie
Mein Angebot versteht sich als Beitrag, Menschen im Umgang mit sich selbst und in der Gestaltung von privaten und beruflichen Beziehungen zu unterstützen. Auf der Grundlage einer wertschätzenden Beziehungsgestaltung bemühen wir uns gemeinsam neue Lösungsansätze zu erarbeiten, vorhandene Ressourcen zu aktivieren und die Handlungsmöglichkeiten zu erweitern.
Meine Arbeit wird getragen von der Überzeugung, dass Menschen viel mehr gesundheitsförderliche und andere Kompetenzen für ein erfüllendes Leben haben, als sie oft zunächst annehmen. Damit sich diese Kompetenzen wieder wirksam erleben und nutzen lassen, fokussieren wir immer wieder auf Fähigkeiten und Kompetenzen. Da individuelles Erleben nur in seinem sozialen und kulturellen Kontext verstanden werden kann, wird dieser ebenfalls in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt.
Ich verstehe Beratung und Therapie als Kooperationsystem zwischen Ihnen als KlientIn und mir als Berater/Therapeut, welches der Stärkung Ihres Kompetenzerlebens und der Erarbeitung von Lösungen dient. Für eine optimale Kooperation erweist es sich als äusserst hilfreich:
• wenn Menschen Wertschätzung und Achtung für sich und Andere erleben können
• die Aufmerksamkeit auf die vielfältigen Kompetenzmuster ausgerichtet wird
• Menschen aktiv in Entscheidungs- und Zielgestaltungsprozesse einbezogen sind
• Menschen sich weiterentwickeln können und dabei auch die Begrenzheit des Machbaren würdigen
• bei aller Kompetenz- und Erfolgsfokussierung auch Leid und Problem-Erleben und die damit verbundenen bisherigen Lösungsversuche empathisch begleitet werden können.
Der konzeptuelle Hintergrund meiner Arbeit bilden Integrative Therapie, Gestalttherapie, systemische und lösungsorientierte Ansätze und die Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers.
Drei Finanzierungsmodelle:
Selbstzahler:
- Vorteile: freie Orts- und Zeitwahl, auch Wochenenden und Feiertage möglich; auch Hausbesuche möglich (spesenfrei); keine Einträge bei der Krankenkasse, also auch keine Vorbehalte beim Kassenwechsel und Nachteile bei Bewerbungen, Bankkrediten o.ä.; diskrete Therapie (strenge Schweigepflicht meinerseits !) auch jahrelang möglich ohne je in die Mühlen der Kassen oder der Psychiatrie zu geraten
- Nachteile: Sie kommen voll für die Kosten selber auf (einkommensabhängiges, verhandelbares, flexibles Tarifsystem zw. 120 und 180 sFr. pro 60min.), was die meisten Menschen zusätzlich motiviert von der Behandlung zu profitieren weil es "im Portemonnaie weh tut"...; Medikamentöse Behandlung nur eingeschränkt möglich, Zusammenarbeit mit Hausarzt ist aber möglich (für Medikamente, Klinikeintritte, Krankschreibungen etc.)
Zusatzversicherung:
- Vorteile: Prozentuale Beteiligung je nach Krankenkasse, siehe
diese Tabelle
; Kassen zahlen voll von der ersten Sitzung an ohne Erreichen der hohen Franchise wie bei der Grundversicherung; Rechnungserstellung läuft privat und nicht über Tarmed und Aerztekasse
- Nachteile: Eingeschränkte Orts- und Zeitwahl; Einträge bei der Krankenkasse die zu Vorbehalten führen können (s.o.); Diagnose zwingend notwendig (kann kränkend und ettiketierend wirken); Zusatzkosten durch Erstellung von Berichten etc.; Kassen zahlen meist nur eine limitierte Anzahl Stunden pro Jahr
Grundversicherung:
- Vorteile: Volle Abdeckung durch Ihre Krankenkasse; psychiatrisch-medizinische Betreuung vor Ort bei einem erfahrenen Psychiater für Medikamenten-Wechsel u.ä.; diese Finanzierungsform kennen Sie von Ihren Hausarztbesuchen her; gute und volle Vernetzung mit den medizinischen und psychiatrischen Institutionen in der Region
- Nachteile: Bis zur Erreichung der Jahresfranchise (heute oft bei 1'500 sFr.) bezahlen Sie zu 100% alles selber; fixer Ort (Falkenweg 8, 3012 Bern) und fixe Zeiten (Dienstag- bzw. Donnerstag-Nachmittag); fixe Tarife gemäss TarMed; Diagnosestellung erforderlich (s.o.)
Einen guten und schnellen Ueberblick über die
Beiträge der verschiedenen Krankenkassen
erhalten Sie auf dieser Seite der Föderation Schweizer PsychologInnen FSP.
Psychotherapie und Krisenintervention
Sozialverhalten SASB: Circumplexmodelle
Wissenschaft und Metatheorie
Weiterführende Links:
Texte zur Psychotherapie:
Einführung IT
Soziale Netzwerke
Markus Frauchiger - Psychologe und Psychotherapeut
Auf diesen Webseiten geht es mir darum, mich selber, meine drei Tätigkeitsbereiche und verschiedene mir wichtige Projekte, Texte und Links vorzustellen.
Das
Menusystem
zur Linken sollte etwas Struktur ins Ganze bringen. Ich bin kein Fan von opulenten Grafikorgien im Internet, deshalb halte ich das Ganze einfach, dafür schnell, also nur wenig Frames, wenig Java und wenige Grafiken (vgl.
meine Web-Philosophie
).
Ich bin seit 1998 als klinischer Psychologe und Psychotherapeut an den Universitären Psychiatrischen Diensten UPD in Bern tätig. Mein Spezialgebiet ist die (stationäre) Krisenintervention im Gruppensetting.
Daneben arbeite ich in freier Praxis als Psychotherapeut und Supervisor.
Auf dieser Webseite finden sie deshalb viele Informationen, Texte und Links zu Krisenintervention, zur Frage der Wirkfaktoren in der Psychotherapie, zu interpersonellem Verhalten (insb. SASB) etc. etc.
Mein zweites Standbein ist das Web Publishing. D.h. man kann mich für eigene Projekte anstellen. Genauere Angaben siehe
hier
.
Schliesslich das dritte Standbein bzw. meine grösste Leidenschaft: die Musik.
Da geht es einerseits um meine Tätigkeit als DJ in verschiedenen (alternativen) Discos, andererseits um meine Lieblingsmusikstile, Drum'n Bass und Trip Hop.
Ich weiss, die Leute sind immer wieder erstaunt, dass ich so weitauseinanderliegend erschainende Interessen habe, für mich ergibt sich ein Ganzes, nicht zuletzt deshalb habe ich mich für die "Integrative Therapie" entschieden !
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